Starke Frauen
Starke Frauen in der nordischen Mythologie: Göttinnen, Kriegerinnen und MagierinnenHier kommt die...
Was geschieht, wenn das Leben endet und das Bewusstsein bleibt?
Diese Frage begleitet die Menschheit seit jeher und steht im Zentrum vieler spiritueller Traditionen, besonders auch in der Yogaphilosophie. Oft entsteht sie nicht aus reiner Neugier, sondern in Momenten, in denen das eigene Leben ins Wanken gerät und vertraute Sicherheiten brüchig werden.
Viele Menschen finden genau in solchen Phasen zum Yoga. Was zunächst wie eine körperliche Praxis erscheint, entwickelt sich für viele zu einem Weg, sich selbst auf einer tieferen Ebene zu begegnen und grundlegende Fragen neu zu betrachten.
Auch dieses Gespräch führt genau an diese Schwelle.
Thomas Hängsen war viermal klinisch tot. Viermal hat er Zustände erlebt, in denen aus medizinischer Sicht kein Leben messbar war und sich gleichzeitig eine Form von Bewusstsein zeigte, die sich nicht an den Körper gebunden anfühlte.
Seine Erfahrungen berühren eine zentrale Aussage der Yogaphilosophie: dass Bewusstsein nicht mit dem Körper endet.
Thomas’ Weg begann nicht mit spiritueller Suche, sondern mit einer schweren Erkrankung. Viermal erkrankte er an einer lebensbedrohlichen Gehirnentzündung, fiel ins Koma und erlitt einen Herzstillstand. Für die Medizin waren das Zustände, in denen kein Leben mehr nachweisbar war.
Für ihn selbst waren diese Phasen jedoch keine leeren Momente, sondern Erfahrungen, die sich jeder gewohnten Beschreibung entziehen.
Er berichtet von einem Zustand ohne Zeit, ohne Bewegung und ohne die gewohnten Grenzen von innen und außen. Es gab keine Abfolge von Ereignissen und kein Gefühl von Vergangenheit oder Zukunft. Stattdessen beschreibt er eine klare, stille Präsenz, die unabhängig vom Körper existierte.
Was für Außenstehende nur kurze Zeitspannen waren, hatte für ihn eine ganz andere Qualität, die sich nicht in Sekunden oder Minuten einordnen lässt.
In der Yogaphilosophie wird ein solcher Zustand als Turiya beschrieben, als ein Bewusstsein, das jenseits von Wachen, Träumen und Tiefschlaf liegt. In diesem Zustand fällt die Trennung zwischen Ich und Welt weg, ebenso wie die gewohnte Erfahrung von Zeit und Veränderung.
Bemerkenswert ist, dass Thomas diesen Zustand erlebte, ohne zuvor mit diesen Konzepten vertraut gewesen zu sein. Seine Erfahrungen stehen damit in einer großen Nähe zu dem, was in den Upanishaden und anderen yogischen Schriften beschrieben wird.
Yoga erscheint hier nicht als Theorie, sondern als eine Form von Erkenntnis, die unmittelbar erfahrbar ist.
Wenn Menschen von Nahtoderfahrungen berichten, richtet sich der Blick oft auf die Frage, was nach dem Tod geschieht. Gleichzeitig zeigen viele dieser Berichte eine Erfahrung davon, was bleibt, wenn die gewohnten Strukturen des Lebens wegfallen.
Thomas schildert, dass in diesem Zustand sein gesamtes Leben präsent war. Situationen, Gefühle und Handlungen waren gleichzeitig erfahrbar, ohne in eine zeitliche Reihenfolge gebracht zu werden.
Daraus ergibt sich ein Verständnis, das eng mit dem Prinzip von Karma verbunden ist. Im Yoga beschreibt Karma die fortwirkende Energie jeder Handlung. Nichts verschwindet einfach, vielmehr bleibt jede Erfahrung in gewisser Weise erhalten und wirkt weiter.
Dieses Verständnis beschreibt keinen moralischen Maßstab, sondern eine Einsicht in die Zusammenhänge des eigenen Handelns.
Im Yoga wird das wahre Selbst als Atman bezeichnet, als ein unveränderliches Bewusstsein, das unabhängig vom Körper existiert. Diese Perspektive erweitert den Blick über das rein Körperliche hinaus und verändert den Umgang mit Vergänglichkeit.
Karma wird im Alltag oft missverstanden. In der Yogaphilosophie beschreibt es die Wirkung von Gedanken, Worten und Handlungen, die das eigene Erleben prägen. Es geht dabei um Ursache und Wirkung im eigenen Leben.
Eine der eindrücklichsten Erfahrungen, von denen Thomas berichtet, ist die Präsenz von Liebe. Diese wird als etwas Grundlegendes beschrieben, das das gesamte Erleben durchzieht.
Im Yoga wird dieser Weg als Bhakti bezeichnet, als Hingabe und Verbindung. Er beschreibt eine Form von Beziehung zum Leben, in der Liebe eine tragende Rolle spielt.
Vielleicht liegt die Bedeutung solcher Erfahrungen weniger darin, eine klare Antwort auf die Frage nach dem Tod zu finden, als darin, den Blick auf das eigene Leben zu verändern.
Yoga kann dabei helfen, bewusster zu leben, innere Ruhe zu entwickeln und eine tiefere Verbindung zu sich selbst aufzubauen.
Wenn du das Gespräch vollständig erleben möchtest, kannst du es hier ansehen:
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Mehr InformationenDie Erfahrungen von Thomas Hängsen zeigen, wie sich Nahtoderfahrung und Yogaphilosophie berühren. Das, was in der Meditation erkannt wird, wird hier auf unmittelbare Weise erlebt.
Bewusstsein erscheint als etwas, das nicht mit dem Tod endet und in veränderter Form weiterbesteht.
Was bleibt, sind die Spuren unseres Handelns, die Qualität unserer Beziehungen und die Art, wie wir dem Leben begegnen.
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