Starke Frauen
Starke Frauen in der nordischen Mythologie: Göttinnen, Kriegerinnen und MagierinnenHier kommt die...
Was geschieht, wenn das Leben endet und das Bewusstsein bleibt?
Die Frage nach dem Tod berührt die älteste Suche der Menschheit und sie steht im Zentrum der Yogaphilosophie.
In meinem Gespräch mit Thomas Hänsgen, der viermal klinisch tot war, eröffnet sich ein tiefer Blick in diese Frage. Seine Erlebnisse verbinden das, was moderne Nahtoderforschung beschreibt, mit dem, was die Yogis seit Jahrtausenden lehren:
Bewusstsein ist unsterblich.
In diesem Beitrag erfährst du:
was Thomas während seiner Nahtoderfahrung erlebt hat,
wie seine Erfahrungen zentrale Begriffe der Yogaphilosophie – Atman, Karma, Bhakti und Ahimsa – lebendig werden lassen,
und was sie uns über den Umgang mit Leben, Tod und Mitgefühl lehren.
Ein Gespräch über das, was bleibt, wenn alles andere vergeht. Über das unsterbliche Selbst, das in der Yogaphilosophie Atman genannt wird.
Immer mehr Menschen berichten von Nahtoderfahrungen, und immer mehr spirituelle Lehren, von den Upanishaden bis zur modernen Bewusstseinsforschung, weisen auf dasselbe hin: Das Leben endet, aber das Bewusstsein nicht.
Wenn du dich für Yoga, Vedanta oder die Frage nach dem Selbst interessierst, zeigt dir dieses Gespräch, dass Yoga keine Theorie ist. Yoga ist eine gelebte Bewusstseinsforschung, die bis an die Schwelle zwischen Leben und Tod reicht.
Thomas erkrankte viermal an einer schweren Gehirnentzündung, einer Meningoenzephalitis. Jedes mal fiel er dadurch in ein Koma und hatte einen Herzstillstand. Diese Phasen, in denen medizinisch kein Leben messbar war, waren für ihn keine kurzen Augenblicke, sondern Zustände jenseits der Zeit.
Er beschreibt sie als einen Raum ohne Vergangenheit und Zukunft, ohne Bewegung, ohne Grenzen. Es gab kein Oben oder Unten, kein Außen oder Innen. Nur eine stille, zeitlose Präsenz. Ein Bewusstsein, das unabhängig vom Körper existiert.
Thomas schildert, dass er sich in einem Zustand befand, in dem alle Momente gleichzeitig vorhanden waren. Er erlebte keine Abfolge, sondern eine Gleichzeitigkeit, wie als würde das ganze Leben auf einmal sichtbar werden.
In der Yogaphilosophie wird ein solcher Zustand Turiya genannt, das Bewusstsein jenseits von Wachen, Träumen und Tiefschlaf. Dort gibt es keine Trennung zwischen Ich und Welt, keine Zeit, kein Werden. Nur reines Sein.
Für Thomas war dieses Erleben selbstverständlich. Es fühlte sich wahrer an als das gewöhnliche Leben.
In diesem Bewusstseinsraum nahm Thomas sein ganzes Leben wahr. Alle Situationen, Gefühle und Handlungen waren präsent.
Er erkannte, dass jede Handlung eine Wirkung hinterlässt. Nichts verschwindet. Das entspricht dem Prinzip des Karma, der fortwirkenden Energie jeder Tat.
Im Yoga ist Karma kein Urteil, sondern ein Spiegel: Das, was wir denken, sagen und tun, formt das, was wir erleben, im Leben wie im Übergang danach.
Thomas beschrieb, dass er niemanden erlebte, der über ihn richtete. Es gab kein Urteil, keine äußere Instanz. Er selbst erkannte, was er im Leben getan hatte: wo er liebevoll gehandelt hatte und wo nicht.
Dieses Bewusstsein war vollkommen klar, ohne Emotion, aber getragen von tiefer Einsicht. Er sah, dass das Leben seinen Wert nicht an Erfolgen misst, sondern an der Liebe, mit der man anderen begegnet.
Ein zentrales Element seiner Erfahrung war die Liebe. Thomas sagte, dass das, was im Leben wirklich zählt, die Liebe ist, die man gibt und nicht die, die man empfängt.
Das ist auch der Kern der Bhakti-Philosophie des Yoga: Bhakti bedeutet Hingabe und Liebe. Sie ist das verbindende Prinzip zwischen dem individuellen Selbst und dem universellen Bewusstsein. In Thomas’ Beschreibung scheint diese Wahrheit lebendig zu werden. Das, was Yoga lehrt, ist dort erfahrbar, wo das Leben endet und das Sein beginnt.
Thomas berichtete, dass Liebe wie ein roter Faden durch das ganze Dasein verläuft. Sie beginnt mit der ersten Wahrnehmung und begleitet den Menschen durchs Leben und darüber hinaus.
Am Ende, wenn sich das Leben auflöst, bleibt die Liebe spürbar, die gegeben wurde. Diese Liebe ist es, die den Übergang hell und friedlich macht.
Nach seinen Erfahrungen veränderte Thomas sein Leben grundlegend. Er lebt heute vegan und legt Wert darauf, kein Leid zu verursachen. In der Yogaphilosophie nennt man das Ahimsa, also Gewaltlosigkeit. Es ist Ausdruck des Verständnisses, dass alles Leben miteinander verbunden ist.
Wenn Bewusstsein über den Körper hinaus existiert, dann ist jedes Lebewesen Träger desselben Bewusstseins. Mitgefühl wird dadurch zur natürlichen Konsequenz.
Die Nahtoderfahrungen von Thomas Hänsgen geben eine eindrucksvolle Bestätigung für das, was Yoga seit Jahrtausenden lehrt: Bewusstsein endet nicht mit dem Tod. Es verändert seine Form, aber es bleibt.
Was bleibt, ist unsere Liebe, unser Mitgefühl, unsere Handlungen. In der Sprache der Yogaphilosophie: unser Karma und unsere Bhakti.
Vielleicht zeigt die Nahtoderfahrung nicht, was nach dem Tod geschieht, sondern wer wir jenseits des Todes wirklich sind: reines, unsterbliches Bewusstsein.
„Das, was stirbt, war nie wirklich du.
Das, was bleibt, war nie wirklich geboren.“
— aus der Yogaphilosophie des Atman
In der Yogaphilosophie gilt der Tod nicht als Ende, sondern als Übergang. Das Selbst (Atman) ist unsterblich und unabhängig vom Körper.
Atman ist das wahre, unveränderliche Selbst – das reine Bewusstsein, das allem Leben zugrunde liegt.
Nicht im westlichen Sinn. Es geht vielmehr um das Fortbestehen des Bewusstseins und um die Erfahrung von Einheit jenseits von Geburt und Tod.
Viele Menschen berichten, ihr Leben wie einen Spiegel zu sehen. Das entspricht dem yogischen Verständnis von Karma: jede Handlung wirkt fort, nichts geht verloren.
Liebe – oder Bhakti – ist der zentrale Weg des Yoga. Sie verbindet das individuelle Selbst mit dem göttlichen Ganzen und ist die höchste Form von Erkenntnis.
Der Bericht von Thomas Hänsgen zeigt, wie Nahtoderfahrung und Yogaphilosophie sich berühren.
Was in der Meditation erkannt wird, wurde hier erlebt: Bewusstsein ist unsterblich. Liebe und Mitgefühl sind das, was bleibt.
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