Warum die Deutschen zu viel sitzen

Deutschland sitzt sich krank.

Das sagt Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. Im Büro, vor dem Computer, im Auto, im Restaurant und irgendwann im Wartezimmer der Ärzte. Nur 10-15% der Menschen bewegen sich regelmäßig. Das Erstaunliche: trotz der negativen Resultate, schätzt sich die Hälfte der Befragten ohne Bewegung als gesund ein, dabei sind es nur 9%, die Stress, Alkohol, Rauchen, Ernährung und Aktivität in gesunder Balance halten. Der Rest redet sich gesund und leistungsfähig. Und besonders interessant: je höher die Gehaltsstufe, desto schlechter die Regeneration.

“Wir haben kein Belastungs-, sondern ein Regenerationsproblem.” – Prof. Ingo Froböse

Hier ein paar Zahlen aus dem DKV-Report 2018 (Studie der Deutschen Krankenversicherungen und dem Zentrum für Gesundheit der Sporthochschule Köln):

-> Körperlich aktiv: sind die meisten Menschen mit 53% in Sachsen und kümmerlichen 37% in Hessen.

-> Sitzen: 7,5 Stunden pro Tag verbringen die Deutschen im Schnitt an einem Werktag im Sitzen.

-> Regeneration: 22% der Befragten gelingt es fast nie, frisch und ausgeruht in den Tag zu starten.

Auch kaum jemand schafft einen erholten Start in eine neue Woche. Wochenenden sind eher Freizeit-Stress als Regeneration. Die Crux: der Körper passt sich an, auch an negative Entwicklungen. Und die Wissenschaft bestätigt heute, was Ayurveda schon seit Tausenden von Jahren erklärt: Ist mein System aus dem Gleichgewicht, hab ich Verlangen nach genau den Dingen, die mein Gleichgewicht noch mehr ausbooten und rede mir ein, dass mein Körper genau das jetzt braucht.

Die Studie bestätigt: Mit einer gestörten Wahrnehmung als Folge mach ich mir vor: “ich fühl mich gut“, obwohl längst nicht mehr alles gut ist. Die Selbsttäuschung funktioniert solange, bis das System entgleist. Und das geschieht heutzutage nicht selten. Prof. Froböse sagt: “Wir machen uns über alles schlau, aber der Umgang mit unserem eigenen Körper und das Wissen um das, was uns guttut, das ist uns abhanden gekommen.” Den Grund sieht der Gesundheitswissenschaftler darin: “man hat es geschafft, uns mit Nebensächlichkeiten zu fesseln.” Ob er am Ende ein Yogi ist? Wie auch immer – es läuft am Ende darauf hinaus: …was ist Hauptsache in Deinem Leben?

Was ist Dir wichtig?
Willst Du Dich schlapp und unbeteiligt fühlen oder lebendig und in Deiner Kraft?
Als Opfer oder als Teil der Antwort auf die Probleme in dieser Welt?
Du kannst Dich jeden Tag entscheiden.

Fang noch heute an, etwas gutes für deinen Körper zu tun.

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